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Kann ich mein Kind auf das Gymnasium vorbereiten?

96 Punkte
Hi,

was denkt ihr, macht es Sinn, das Kind schon in der Grundschule ein
wenig auf den Druck im Gymnasium vorzubereiten? Vorausgesetzt natürlich,
das Kind möchte aufs Gymnasium. Wenn ja, was würdet ihr empfehlen?

vor 4 Jahren von

1 Antwort verfügbar

-37 Punkte
Hallo!


vielen Dank für Deine Frage! Der Übergang auf die weiterführende Schule ist für Kinder ein wichtiger und großer Einschnitt in ihr Leben. Und es ist natürlich sinnvoll, dass sie diesen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt nicht völlig unvorbereitet machen müssen. "Ein wenig" Vorbereitung in Form von Gesprächen mit dem Kind darüber, was es erwartet, ist sicherlich gut.


Man sollte allerdings keinesfalls in eine "Übertritts-Hysterie" verfallen und das Kind in jedem Fall mit Druck für einen Übergang auf's Gymnasium fit machen wollen, warnt der ehemalige Präsident des Lehrerverbandes, Josef Kraus. Zwar werden höhere Schulabschlüsse immer wichtiger, für die meisten Berufe braucht man mittlerweile mindestens ein Fachabitur. So ist es nur natürlich, dass für die meisten Eltern nur ein Uebergang auf's Gymnasium in Frage kommt.


Es sollte jedoch keinesfalls bereits in der Grundschule ein Leistungsdruck ausgeübt werden, um die Noten der Kinder für das Gymnasium zu verbessern. Studien konnten zeigen, dass gerade bei den noch jungen Grundschulkindern Druck eher kontraproduktiv ist. Die Kinder verlieren dadurch schnell ihren natürlichen Hunger nach Wissen, die Lernmotivation nimmt ab. Das Kind möchte nicht mehr zur Schule gehen. Ein zu großer Druck kann sogar körperliche Folgen haben und das Kind etwa über Bauchschmerzen klagen lassen.


Statt Druck auf das Kind auszuüben, solltet Ihr den für Kinder so typischen Wissenshunger ausnutzen - mit Spaß, Geduld und ganz viel Liebe. Nehmt Euch Zeit, mit dem Kind Hausaufgaben zu machen. Lest ein Buch mit ihm, das an die Unterrichtsinhalte aus der Schule anknüpft. Die Devise lautet: Moderates Fördern, statt Druck auszuüben. Nur wenn Lernen Freude macht, ist es effektiv.


Wenn der Übergang dann ansteht, gebt dem Kind Zeit, sich in Ruhe in der neuen Schule einzugewöhnen. Gerade auf dem Gymnasium steigen die Leistungsanforderungen in vielen Fächern im Vergleich zur Grundschule immens. Die Kinder brauchen dann vor allem Eltern, die ihnen zuhören, die sie bei Problemen und Fragen um Rat fragen können. Eltern, die sie bei einer kurzzeitigen Überforderung nach der Schule einfach auch mal in den Arm nehmen.


Liebevolles Begleiten mit Blick auf die kindlichen Bedürfnisse statt falscher Druck - dann klappt es mit dem guten Uebergang!

Beste Grüße
vor 4 Jahren von
 

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