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Was ist ein Aquädukt?

24 Punkte
Einen wunderschönen Tag
Was ist ein Aquädukt?
Danke schon vorab.
vor 2 Jahren von

1 Antwort verfügbar

5 Punkte
Guten Tag,


Aquädukt, das Wort stammt aus dem Lateinischen von aquaeductus, bezeichnet eine Wasserleitung. In Ägypten oder Griechenland war die Wasserversorgung schon vor den Römern bekannt. Römische Aquädukte übertrafen diese aber, denn es wurde die Möglichkeit geschaffen, eine große Stadt wie Rom mit Wasser zu versorgen. Bis zu 100 km lang konnten diese überaus beeindruckenden Aquädukte sein.


312 v. Chr. wurde das erste Aquädukt erbaut. Appius Claudius Caecus war der Bauherr von Aqua Appia. Es wurde unterirdisch verlegt und hatte eine Länge von 16 km bis zur Quelle. Nur 10 Meter betrug der Höhenunterschied.


Nachfolgend entstanden immer längere Wasserleitungen. 226 n. Chr. gab es 11 Aquädukte in Rom. Aqua Marcia war die längste Leitung. Von der Quelle aus wurde eine Entfernung von mehr als 91 km überwunden. Von diesem Bauwerk sind heute noch Überreste vorhanden.


Ausgesprochen interessant sind die oberirdischen Bogenaquädukte. Sie sind ein typisches Bild für die Antike. Mit der Aqua Claudia sowie der Anio Novus wurden 992.200 Kubikmetern Wasser pro Tag gefördert. Diese großen Wassermengen erlaubten den Betrieb von Badehäusern und Thermen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser lag höher als zu heutiger Zeit.


Vom 1. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. wurden auch außerhalb von Rom Aquädukte gebaut. Das Pont du Gard im südfranzösischen Nimes ist gut erhalten. Diese bedeutende Sehenswürdigkeit hat eine beachtliche Höhe.


Die Wasserleitungen des alten Roms waren meistens Steinkanäle. Es gab aber auch welche aus Leder oder Holz. In der Stadt wurden meist Bleileitungen verlegt. Die Schädlichkeit war damals nicht bekannt. Das Aquädukt begann im Quellhaus der Wasserquelle. Das Wasser wurde über durchlässige Mauern soweit möglich gereinigt. Für den Leitungsdurchfluss war ein Gefälle von wenigstens 0,5 % erforderlich. Auch wenn unterirdische und bodennahe Leitungen bevorzugt wurden, mussten oft Täler oder Berge mit Druckrohrleitungen überwunden werden. Im Castellum, dem Wasserschloss, wurde das Wasser grob gereinigt und dann über Bleirohre in die Stadt verteilt, wo es an Brunnen abgeholt werden konnte. Nur Reiche hatten einen Hausanschluss.


Das Zeitalter der Aquädukte endete mit dem Untergang des Römischen Reiches. Die Wasserversorgung musste nun zunächst über den Fluss, Zisternen und Brunnen sichergestellt werden.


Beste Grüße
vor 21 Monaten von
 

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