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Was ist eine Betreuungsbehörde?

24 Punkte
He zusammen
Kann mir einer sagen, was eine Betreuungsbehörde ist?
vor 2 Jahren von

1 Antwort verfügbar

6 Punkte
Guten Tag,

eine Betreuungsbehörde ist, um es einfach auszudrücken, so etwas wie das Jugendamt, bloß für Erwachsene. Betreuungsbehörden gibt es in jedem Bundesland, Landkreis, in jeder kleineren und mittelgroßen Stadt und in größeren Städten wie beispielsweise Berlin in jedem Amtsbezirk. Diese Behörden werden in den Bundesländern Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern auch Betreuungsstellen genannt. Die Betreuungsbehörden kümmern sich um Fälle von Vormundschaft und Pflegschaft bei erwachsenen Personen.

Im Januar des Jahres 1992 wurde ein neues Betreuungsgesetz verabschiedet. Vorher waren die Bereiche Vormundschaft und Pflegschaft für volljährige Personen behördlich den Jugendämtern zugeordnet. Diese Situation wurden von volljährigen, betroffenen Personen jedoch zunehmend als diskriminierend und unpassend empfunden. Die fachgerechte und betreuende Begleitung von bedürftigen Erwachsenen stellt schließlich ganz andere Erfordernisse als an die von Jugendlichen und Kindern.

Die Betreuungsbehörden sind in den unterschiedlichen Bundesländern auch verschieden organisiert. Teilweise sind sie als eigene Behörde immer noch Teil der Jugendämter. Oftmals sind sie auch den Sozial- und Gesundheitsämtern beigeordnet. Jede Betreuungsbehörde hat eine wichtige Funktion im kommunalen Umfeld. Sie informiert über Betreuungsrechte, Hilfssysteme, Möglichkeiten der Vorsorge und über Beihilfe bei gerichtlichen Prozessen. Sie sind Anlaufstellen für hilfsbedürftige und ältere Menschen, für Behinderte und auch Menschen in psychischen und psychatrischen Notlagen sowie für deren Angehörige.

Die Aufgaben einer Betreuungsbehörde sind vielfältig. Die Betreuungsbehörde kann selbst Betreuer aus- und fortbilden. Für die Betreuungsgerichtshilfe benennt sie geeignete Betreuer. Die Betreuungsbehörde stellt Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten aus. Die Behörde führt die Betreuung von Personen selbst durch geschulte Mitarbeiter durch. Sie kann zudem örtliche Betreuungsgemeinschaften organisieren, ernennen und in manchen Bundesländern auch ehrenamtliche Betreuer ausbilden und benennen.

Die Betreuungsbehörde sieht sich selbst als Dienstleister für den Bürger. Neben Beratung und Information unterstützt sie durch ganz konkrete Leistungen. Sie stellt neben ehrenamtlichen auch Berufsbetreuer und Bevollmächtigte. Sie kann Betreuungsvereine anerkennen und Angehörige von zu betreuenden Volljährigen wirksam unterstützen. Sie informiert auch über Versorgungsvollmachten, Patientenverfügungen und das Betreuungsrecht im Allgemeinen.

Die örtliche Zuständigkeit einer Betreuungsbehörde bezieht sich auf den jeweiligen Amtsbezirk, in dem die zu betreuende Person lebt. Behördliche Betreuung von erwachsenen Personen ist eine sensible Angelegenheit und daher an strenge Gesetze gebunden. Jede Betreuungsbehörde versucht ihre Aufgaben bestmöglich und bürgernah zu erfüllen.
vor 2 Jahren von
 

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