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Wer zahlt für Rentner, wenn sie selber kein Geld haben?

16 Punkte
Hallo,

mich würde interessieren, wer für Rentner bezahlt, wenn diese kein
eigenes Geld mehr haben. Gibt's dann bestimmte Maßnahmen, die der Staat
einleiten kann um die Kosten zu decken?

Kann es im schlimmsten Fall auch passieren, dass man aus dem eigenen
Haus geworfen wird, weil man kein Geld mehr hat, um z.B. Behandlungen
bezahlen zu können?

Danke für eure Einschätzungen!

vor 3 Jahren von

1 Antwort verfügbar

-2 Punkte
Hallo,


es gibt Senioren, deren Rente nicht hoch genug ist, um davon leben zu können. Das kann verschiedene Gründe haben. Betroffen sind insbesondere Frauen, die beispielsweise durch die Kindererziehung oder die Pflege der Eltern Lücken im Erwerbsleben haben. Aber auch wer Jahrzehnte wenig verdient hat, oft arbeitslos oder krank war, kann eine niedrige Rente haben. Der Staat hat unterstützende Maßnahmen geschaffen, die beantragt werden können.


Wenn die Kosten für den Lebensunterhalt nicht von der Rente bestritten werden können, ist es möglich, einen Antrag auf Sozialleistungen zu stellen. Der Gesetzgeber hat die Pflicht, das Existenzminimum zu gewährleisten.


Anspruch auf die sogenannte Grundsicherung besteht für Bedürftige ab der Regelaltersgrenze oder wenn eine Erwerbsminderungsrente bezogen wird. Zugrunde gelegt wird der Regelbedarf. Er liegt bei 424 Euro und für den Partner bei 382 Euro. Kranken und behinderten Menschen ist es möglich, einen erhöhten Grundsicherungsbedarf zu beantragen. Dieser kann für ärztlich angeordnete Therapien genutzt werden. Der Regelsatz gilt auch für Hartz IV. Angemessene Leistungen für Unterkunft und Heizung kommen hinzu.


Grundsicherung gibt es auch für Hausbesitzer, sofern Haus und Grundstück in der Größe angemessen sind. Ein Schonvermögen wird belassen. Eine Immobilie kann auch Basis für eine Leibrente sein. Dabei sichert sich der Verkäufer eine Leibrente. Eine weitere Möglichkeit ist die Umkehrhypothek. Wenn du so etwas beabsichtigst, solltest du unbedingt vorab professionellen Rat einholen!


Alternativ zur Grundsicherung kann das Wohngeld beantragt werden. Es lässt sich auch beanspruchen, wenn die Rente über dem Grundsicherungsniveau aber unterhalb der Einkommensgrenzen liegt. Die Wohnungsgröße wird nicht wie beim Sozialamt auf Angemessenheit überprüft. Bei Wohneigentum gibt es einen Lastenzuschuss. Das Geld wird für maximal 12 Monate gezahlt, dann ist der Antrag zu erneuern. Die Bedürftigkeit wird in jedem Fall individuell geprüft. Bei Pflegebedürftigen oder Personen mit Behinderung liegen die Einkommensgrenzen etwas höher.


Wer von Grundsicherung lebt, kann weitere Vergünstigungen beanspruchen. So kann ein Zuschuss zum Zahnersatz oder eine Reduzierung der Zuzahlungen zu den Gesundheitskosten beantragt werden. Auch eine Befreiung von den Rundfunk- und Fernsehgebühren ist möglich.


Sonstige Ermäßigungen gibt es für Ältere mit nachweisbarem Rentenbezug in öffentlichen Einrichtungen, bei den Verkehrsbetrieben sowie eventuell im Schwimmbad, Kino und Theater.


Beste Grüße
vor 3 Jahren von
 

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