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Wie viel Freizeit sollten Kinder haben?

39 Punkte
Guten Tag,

ich hab zeitweise das Gefühl, dass Kinder schon während der
Grundschulzeit ein komplett getaktes Leben haben. Ich meine, morgens
Schule, dann Hausaufgaben und Nachmittags unterschiedliche Vereine.

Jetzt hab ich mich gefragt, ob es sowas wie eine Empfehlung gibt, wie
viel Freizeit Kinder denn +/- haben sollten, die nicht verplant ist.
Quasi zum Langweilen Zuhause.

Gibt's da fundierte Empfehlungen?

LG

vor 2 Jahren von

1 Antwort verfügbar

3 Punkte
Guten Tag,


die Zeit, die Kinder spielen, geht zurück. Sie haben weniger Freizeit, werden dafür aber mehr gefördert. Das beginnt bereits im Kindergarten. Man glaubt, Kinder so besser auf das Leben, das immer hektischer wird und jeden Menschen vor große Herausforderungen stellt, vorbereiten zu können. Dabei wird unterschätzt, wie wichtig das Spielen ist.


Selbst Kinderärzte und Bildungsexperten bemängeln, dass Kinder kaum Zeit zum freien Spielen bleibt, obwohl das entscheidend für die Entwicklung ist. Spielende Kinder lernen leichter, sind ausgeglichener und besser in der Lage, Probleme zu lösen.


Spielen ist gut für die geistige Entwicklung. Im Spiel mit anderen Kindern werden es soziale Fähigkeiten ausgebildet. Die Sprache wird besser. Die Kreativität wird gefördert und Talente entwickeln sich. Deshalb läuft spielerisches Lernen auch besser als vorgegebene Fördermaßnahmen. Das gemeinsame Agieren, das Ausprobieren, Teilen, Nachempfinden und der Austausch sind wichtig. Ein Kind muss aber auch Zeit für sich selbst haben: zum Ausruhen, Basteln, Malen und Musikhören.


Die Zeit, die wir als Freizeit verstehen, wird jedoch durch Pflichten verplant. Spielen scheint unwichtig zu sein. Das nimmt den Kindern jedoch die Möglichkeit, sich frei zu entwickeln. Die Eltern sind ebenfalls im Stress. Das Familienleben leidet unter dem Leistungsdruck.


Doch wie ist das zu ändern? Zunächst muss analysiert werden, wie jeder Tag der Woche aussieht und welche feststehenden Termine es gibt. Vorgegebene Aktivitäten, auch das Fußballspiel im Verein, sind als Verpflichtungen anzusehen. Wenn ersichtlich ist, dass das Kind überfordert wird und kaum Freiräume zum Spielen und Nichtstun hat, müssen diese geschaffen werden. Auch wenn keine zeitliche Empfehlung gegeben werden kann, sollte ein Kind jeden Tag etwas Zeit für sich selbst haben.


Hilfreich ist es, eine Prioritätenliste zu erstellen. Das freie Spiel sollte möglichst weit oben eingeordnet werden. Es muss bewusst in den Alltag integriert werden. Das kann auf Kosten verschiedener Verpflichtungen gehen. Hier ist ein Unterschied zwischen schulischen Pflichten und Hausaufgaben sowie Freizeitaktivitäten und Hobbys zu machen. Das Kind muss ein Mitspracherecht haben, wenn der Alltag umorganisiert wird.


Es braucht Mut in der Erziehung, Freiräume durch Lücken im Terminkalender zu schaffen. Aber es ist eine Grundvoraussetzung für das gesunde und zufriedene Heranwachsen des Kindes.


Beste Grüße
vor 2 Jahren von
 

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